Hmmh…lecker oder Dschungelcamp fuer Arme.

Die Biologin fuehrt unsere kleine Gruppe durch den strandnahen regenwald des Nationalparks Tortuguero. Sie zeigt uns Kakaopflanzen, vanilleorchideen und zahlreiche Epiphyten (Aufsitzerpflanzen), die sich auf Baeume und sogar auf Strommasten platzieren und ihre eigene Naehrstoffversorgung besitzen. Sie stehlen dem Baum keine Naehrstoffe. Ganz anders die Wuergefeige, welche sich um den Baum schlingt und diesem viele wichtigen Naehrstoffe raubt bis er abstirbt. Auf etlichen Blaettern sitzen kleine Lebewesen, die genauso interessant sind wie die grossen Tiere. Barbara weist uns auf Wanzen, Tausendfuessler, Bienen, Spinnen, Ameisen und Froesche hin. Immer tiefer im Wald entdeckt sie eine junge Greifschwanz Grubenotter auf den Wurzeln eines Baumes am Wegesrand. Diese Schlange besitzt ein so getarntes Aeusseres, dass manch einer von uns mehrere Minuten benoetigt, um sie zu erblicken. Da dieses Reptil trotz ihres jungen Alters todgiftig fotografieren wir es alle aus sicherer Entfernung. Mein Gott, wer weiss, an wieviel Schlangen wir in Costa Rica schon unwissentlich vorbei gelaufen sind.

An einem Termitenhuegel angelangt teilt uns Barbara mit, wie eiweisshaltig diese kleinen Insekten sind, nimmt ein paar von ihnen in den Mund und isst sie. Nach kurzem Zoegern probiere ich auch. Hmmh…lecker! Es ist nicht eklig, Termiten sterben sofort im Mund und schmecken nussig. Jacqueline laesst die Dschungelmutprobe allerdings bleiben, sie ist ja Vegetarierin.

Um 22 Uhr, das ist hier mitten in der Nacht, beginnt unsere anstregendste Tour von allen. Wieder mit fuenf Leuten wandern wir diesmal am Strand auf der Suche nach der 2m grossen Lederschildkroete entlang. Unsere Biologin laeuft vorneweg und der Rest der Gruppe stapft in einer Reihe hinterher. Ohne Licht!!!! Denn das koennte die lichtempfindliche Lederschildkroete bei ihrer Eiablage stoeren. Zunaechst wirkt die Umgebung sehr bedrohlich. Links der dunkle Wald, rechts das tosende Meer und unter uns aufgeweichter Sand. Doch nach einer Weile empfinde ich die ganze Situation seltsam vertraut. Wir alle vertrauen Barbara waehrend wir mit schweren Schritten hinter ihr her stapfen und ab und zu vor den einbrechenden Wellen wie Gazellen davonhuepfen. Doch auch nach 2 Stunden haben wir kein Glueck. Heute zeigt sich keines dieser maechtig beeindruckenden Tiere. 😦 Etwas enttaeuscht und viel mehr erschoepft sinken wir in unser Bett. Morgen geht es mit gesamten Gepaeck zum Vulkan Arenal, unserer naechsten Station.

Halbzeit! Auf die tollen Bilder muesst ihr euch weiterhin gedulden…

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